MIAO XIAOCHUN | BEIJING INDEX639 Photographien, jeweils verfügbar in zwei Größe
42 x 160 cm, Auflage 2
25 x 95 cm, Auflage 4
Miao Xiaochun (1964), bekannt geworden durch seine großformatigen, mit Hilfe der Digitaltechnik entstandenen Serien „Last Judgement in Cypberspace", „H2O" und „Microcosm", greift in seinem neuesten Projekt erneut auf die Dokumentar-Fotografie zurück.
Auf einer Satellitenaufnahme Beijings hat der Künstler Längen- und Breitengrade gezogen und an 639 so markierten Kreuzungspunkten fotografiert. Die vom Künstler verwendete Seitz-Spezialkamera ermöglicht breit laufende Bilder in einem Winkel von 360 Grad, der Verzicht auf die individuelle Auswahl der Motive schafft - abseits persönlicher Ideen und favorisierter Motive des Künstlers - ein beeindruckendes wie facettenreiches Portrait der sich rasend verändernden Stadt Beijing.
Ausgehend von der so festgelegten Untersuchungsanordnung nach dem Zufallsprinzip unterscheidet der Künstler nicht Innen- von Außenräumen und bildet so die Realität im 'Öffentlichen Raum' ebenso wie die Intimität von Innenräumen ab. So mischen sich Einblicke ins Leben von Wanderarbeitern und die Arbeit von Ladenbesitzern mit den Fassaden innerstädtischer Paläste wie neuer Bausstellen an der Peripherie der Stadt.
MIAO XIAOCHUN | BEIJING HANDSCROLLDigital Ink Painting, kaschiert auf Seide
25 x 280cm; Gesamtlänge 35 x 374cm
Auflage: 3
Aus den Fotografien von großer künstlerischer Eigenständigkeit entwickelte der Künstler auch digital generierte Printouts, die er - ein beeindruckender Anachronismus - in klassischer Manier auf mit Seide bezogen ‚Querrollen' kaschiert. Diese werden quasi als historischer Verweis auf den durch den Transformationsprozess Beijings provozierten Verlust öffentlichen wie privaten Raums gezeigt.
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